5 gute Gründe zum Radfahren

Wir haben es alle in der Kindheit gelernt: Fahrrad fahren. Und doch ist es in unserem Alltag häufig nicht so präsent, wie es sein könnte. Oft nimmt man das Auto, die Bahn, oder geht kleinere Strecken zu Fuß und ist dann doch erstaunt darüber, wie viel Zeit doch schon vergangen ist.

Fahrradfahren liegt im Trend: die Zahl der Fahrräder in Deutschland hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Nach Angaben des Fahrradmonitors für 2019 gibt es in mehr als 3/4 aller Haushalte mindestens ein Fahrrad. 78% der Menschen in Deutschland fahren Rad. Am häufigsten wird das Fahrrad für kurze Strecken wie z.B. zur Post / zum Einkaufen verwendet.

Warum es sich in jedem Fall lohnt, ein Fahrrad zu besitzen und es regelmäßig zu nutzen erfährst du hier:

5 Gründe, mit dem Fahrrad zu fahren

1. Du bewegst Dich

Fahrrad fahren hält Dich fit. Radfahren gehört zu den Ausdauersportarten, beim Fahren werden durchschnittlich etwa 200 bis 600 Kalorien pro Stunde verbrannt. Der genaue Verbrauch ist stark von der Fahrgeschwindigkeit abhängig. Ein weiterer gesundheitlicher Vorteil ist, dass Fahrrad fahren sehr schonend für die Gelenke ist. Dies liegt daran, dass beim Radfahren ein Großteil des Körpergewichts vom Sattel getragen wird.

Wenn du ein paar Deiner täglichen Strecken mit dem Fahrrad bestreitest (z.B. zur Arbeit, zum Einkaufen etc.) ist dies eine Bewegungseinheit, die du gut in deinen Alltag integrieren kannst.

2. Du lernst die Umgebung kennen

Auf dem Fahrrad kannst Du in Deinem Alltag viel mehr von Deiner Stadt und von deiner Gegend sehen, als wenn Du mit Bus und Bahn unterwegs bist. Zudem ergibt sich z.B. bei einem Wochenendausflug die Möglichkeit, mit dem Rad neue Orte zu erkunden.Oft muss man dafür gar nicht weit fahren, auch in Deiner Stadt gibt es bestimmt Ecken, die Du noch nicht gesehen hast.

Fahrradtouren entlang von Flüssen sind auch sehr beliebt. Hier bietet sich zudem der Vorteil, dass es wenige Höhenunterschiede gibt und so das Radfahren weniger anstrengend wird. In diesem Sinne bietet sich zum Beispiel der Elberadweg an. Radtouren sind aber auch entlang anderer Flüsse wie Donau, Mosel und Weser gut machbar.

3. Radfahren ist Umweltfreundlich

Umweltschutz ist ein Thema, das für uns immer mehr an Bedeutung gewinnt. Wenn Du mit dem Fahrrad fährst, nutzt Du allein deine eigene Muskelkraft um Strecken zurück zu legen. Dabei fallen im Gegensatz zu Fahrten mit Bus und Bahn oder auch mit dem Auto keine Emissionen an. Es gibt kaum ein anderes Verkehrsmittel, mit dem Du längere Strecken fahren kannst und das gleichzeitig so schonend für die Umwelt ist.

4. Du hast keine laufenden Kosten

Deine Karte für den Nahverkehr musst Du jeden Monat neu kaufen, nimmst Du dein Auto, dann hast Du stetig Kosten für Benzin. Für dein Fahrrad entstehen dir im Normalfall keine laufenden Kosten. Natürlich kann es sein, dass einzelne Teile wie Licht und Reifen repariert werden müssen, dies passiert jedoch nur gelegentlich und die Kosten hierfür halten sich im Rahmen.

5. Du kannst längere Strecken zurücklegen

Wenn man am Wochenende oder Nachmittags einen Ausflug plant, will man meistens nicht die ganze Zeit im Auto/Zug sitzen, sich dann kurz etwas anschauen und direkt wieder zurück fahren.

Natürlich sind Spaziergänge und Wanderungen hier eine Lösung, wenn Dir das aber auf Dauer ein wenig zu langweilig ist oder Du noch ein bisschen mehr von der Landschaft oder der Gegend sehen möchtest, dann kann ich Dir eine Radtour ans Herz legen: mit Dem Fahrrad hast Du einen viel größeren Radius als zu Fuß.

Vorsicht vor Fahrraddieben

Wenn ich in meinem Bekanntenkreis Leute frage, warum sie nicht mit dem Rad fahren, ist dies das häufigste Argument: „es wird doch eh geklaut“.

Auch wenn es sich da manchmal vielleicht auch um einen guten Vorwand handelt, Diebstahl von Fahrrädern stellt heutzutage leider ein markantes Problem dar. Mir selbst ist zweimal mein Fahrrad geklaut worden, obwohl es abgeschlossen war.

Um sich zu schützen, kannst Du Dein Rad natürlich in den verschlossenen Fahrradkeller stellen. Dies ist aber in vielen Fällen nicht sehr praktisch, gerade dann, wenn Du im Alltag oder häufig mit deinem Fahrrad fahren willst. Zu 100% kannst Du dich jedoch nicht vor Fahrraddiebstahl schützen, wenn Du dein Rad an der Straße abstellst. Du kannst aber deine Chancen für den Diebstahl durchwenige Maßnahmen minimieren:

  • schließe Dein Fahrrad immer an eine Laterne oder einen anderen fest verankerten Gegenstand an. So kann dein Fahrrad nicht einfach weggetragen und das Schloss erst später aufgebrochen werden.
  • verwende im Alltag kein Marken-Fahrrad. Je hochwertiger das Fahrrad, desto attraktiver ist es auch für Diebe. Für lange Radtouren mag ein teures Marken-Rad entscheidende Vorteile aufweisen. Für kürzere Strecken im Alltag genügt meistens auch ein Rad, welches nicht ganz so wertvoll ist. Ich habe z.B. einige Fahrräder bei Real gekauft.
  • um sicherzugehen: verwende 2 Schlösser. Natürlich können auch beide Schlösser geknackt werden, es ist aber erstmal abschreckend, da dies natürlich mehr Aufwand ist. Auch wenn nur eines der Schlösser gesehen wird, kann es im Zweifel für Dich gut ausgehen.

Mit dem Rad zur Arbeit

Gemäß dem Fahrradmonitor geben 51% der Menschen  an, mindestens 1x im Monat das Fahrrad für den Arbeitsweg zu nutzen. Dies ist Zahl, die mich bei meiner Recherche zu diesem Artikel doch überrascht hat, denn die Nutzung des Fahrrads für den Arbeitsweg korreliert stark mit der Strecke, die man dabei zurücklegen muss. Für viele Berufspendler ist es gar nicht möglich, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, da der Weg einfach zu lang wäre. Und für Menschen im Home-Office fällt diese Möglichkeit auch weg.

Ich würde Dir daher empfehlen: sofern es möglich ist, nehme das Fahrrad für deinen Arbeitsweg – es ist eines der besten Dinge, die Du für Dich tun kannst

Viel Spaß beim Radfahren!

9 Gedanken zu „5 gute Gründe zum Radfahren“

  1. Ich bin eigentlich gerade erst dabei, das Radfahren für mich zu entdecken. Den ganzen Sommer war ich mit meinem kleinen Camper unterwegs. Das Rad war immer dabei. Damit habe ich dann überall, wo ich gerade war, die Gegend erkundet. So einen Spaß hat das gemacht! Man sieht die Welt wieder ganz anders als zu Fuß oder mit dem Auto. Ich bin ganz Deiner Meinung – Radfahren ist großartig!
    LG Renate von Trippics

  2. Liebe Hanna,

    um ehrlich zu sein habe ich mein Fahrrad die letzten Jahre echt stiefmütterlich behandelt. Aber seit Corona ist das anders und ich fahre jetzt auch tatsächlich mit dem Rad zur Arbeit. Ich hätte gar nicht gedacht, wie befreiend das so sein kann und ich liebe es. Erstaunlicherweise fahre ich genauso lang, wie ich die Zeit mit Bahn und Fußweg benötigt habe.
    Dein Artikelthema finde ich wunderbar.

    Liebe Grüße
    Mo

  3. Ich kann Dir wirklich nur zustimmen. Die Gründe, die Du nennst kann ich nur bestätigen. Man kann auch im Winter Radfahren, wenn es wäre. Bevorzugt mach ich das aber dann wieder im Sommer.
    Viele Grüße
    Sandra

  4. Liebe Hanna,
    Ich fahre auch mit dem Fahrrad zur Arbeit (außer gerade, da bin ich im Homeoffice) und finde das einfach toll. Nicht nur die Bewegung – man kann sich auch einfach nochmal kurz den Kopf durchpusten lassen oder auf dem Heimweg schonmal ein wenig abschalten und muss sich nicht über Stau oder nervige Mitreisende in der Bahn aufregen. Mein Fahrrad ist auf jeden Fall mein ständiger Begleiter – allerdings wurden mir auch echt schon einige Räder geklaut (1 in Passau, 2 in Bremen, 1 in Frankfurt…)
    Liebe Grüße von Miriam von Nordkap nach Südkap

  5. Ich radel seit 10 Jahren mit dem Fahrrad zu meinen Hausbesuchen und bin froh über die Bewegung, denn im Alltag fehlt sie mir sonst. Leider habe ich nicht mehr das fahrtüchtigste Fahrrad, ich glaube ich sollte wirklich mal in ein neueres investieren, der Umwelt zuliebe und für die Kalorien, die man damit abtrainiert 😉

    Liebe Grüße
    Jana

  6. Hallo,

    ja gute Gründe und alle sind richtig. Es kann so viel Spaß machen und ich bin früher nur Fahrrad gefahren. Vor allen zu meinen Pferden auch wenn Es hebt auch die Laune das fahren durch die Natur.

    Bleib gesund und liebe Grüße
    Julia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.